In Zürich ist der Platz knapp. Das spüren auch die Sportvereine, besonders im Fussball. Diese müssen regelmässig Kinder abweisen, weil es ihnen an geeigneten Spielfeldern fehlt.

Eine heute im Gemeinderat behandelte Motion wollte deshalb einen zusätzlichen Fussballplatz auf dem Hönggerberg ermöglichen. Der Trainingsbetrieb sollte mit dem Betrieb des Schützenhauses kombiniert werden, die Fussballer*innen durch einen Schutzwall vor fehlgeleiteten Schüssen geschützt.

Solche Ideen brauchen wir in einer wachsenden Stadt. Wo der Raum begrenzt ist, müssen wir kreativ werden und unterschiedliche Nutzungen möglichst gut miteinander vereinbaren. Ob und wie sich das hier umsetzen lässt, kann nun geprüft werden; der Vorstoss wurde als Postulat überwiesen.

Für die grössten Emotionen sorgte allerdings nicht der Fussballplatz. Zwei Ratsmitglieder gerieten sich über das Für und Wider des Schiesssports gröber in die Haare, obwohl dieser gar nicht zur Diskussion stand.

Offenbar ist in Zürich der Platz für Fussball knapp. Für Grundsatzdebatten reicht er im Gemeinderat dagegen noch bestens.