Nach Jahren stark steigender Zahlen an Schulkindern rechnet die Stadt Zürich wieder mit einem Rückgang. Erste Schulhausprojekte werden deshalb verschoben oder redimensioniert. Es lohnt sich ein Blick zurück in die Nullerjahre.
Damals führten rückläufige Klassenzahlen dazu, dass geplante Schulbauten aus finanziellen Gründen aufgeschoben, redimensioniert oder teilweise gleich komplett nicht weiterverfolgt wurden. Als die Zahlen später wieder stiegen, fehlte Schulraum. Die zahlreichen, "provisorischen" Züri-Modular-Pavillons und die seit den 10er-Jahren notwendige Schulraumoffensive kosten uns bis heute zusätzlich ein Vielfaches dessen, was wir damals gespart haben.
Natürlich müssen wir auf veränderte Prognosen reagieren. Es kann durchaus sinnvoll sein, Schulhausprojekte zu verschieben, wenn der Bedarf vorerst nicht gegeben ist. Entscheidend ist aber, dass wir die Planung nicht wieder von vorne beginnen müssen, wenn sich die Prognosen in die Gegenrichtung ändern sollten.
Schulhäuser planen und bauen wir für Kinder, die fast ausnahmslos noch nicht geboren sind. Deshalb braucht es eine flexible, langfristige Planung, die auch unterschiedliche Entwicklungen in den Quartieren schnell berücksichtigen kann.
Entscheidend ist nicht, jedes Schulhaus sofort zu bauen, sondern es dann bauen zu können, wenn es gebraucht wird.